Günter Sievers Maschinenbau GmbH, Hemmingen

Es gibt auch in der metallverarbeitenden Industrie faire Arbeitgeber. Bei Günter Sievers Maschinenbau (Sievers-Zahnscheiben) ist man stolz auf seine hochspezialisierte Produktion von kleinen und kleinsten Serien an Zahnscheiben. Jetzt ist man auch stolz auf das Ergebnis aus dem August 2016: Mit 86,3% wird die Firma mit dem „Work Life+“ Siegel als fairer Arbeitgeber ausgezeichnet.

Katharina Günther (2. von links), Assistentin der Geschäftsführung, freut sich mit zwei Mitarbeitern über die Auszeichnung von Günter Sievers Maschinenbau mit dem „Work Life Plus“ Siegel als fairer Arbeitgeber durch Sebastian Baacke (rechts).

Einige Impressionen von Günter Sievers Maschinenbau:

Günter Sievers Maschinenbau – seit über 45 Jahren etwas Besonderes!

Einer von wenigen. Das war das Unternehmen, als der Firmengründer Günter Sievers im Jahr 1971 in einem Lindener Hinterhof mit der Produktion von Zahnriemenscheiben begann. Damals beschäftigte der Familienbetrieb vier Mitarbeiter, die alles mehr oder weniger in Handarbeit fertigten. Heute produziert Sievers Maschinenbau mit rund 80 Festangestellten ca. eine halbe Million Sonder-Zahnscheiben pro Jahr. Mit ihrem Know-how und ihren hoch modernen Maschinen sind Sievers in der Lage, alle auf dem Markt benötigten Zahnriemenradprofile herzustellen.

 

Lesen Sie hier, warum Günter Sievers Maschinenbau ein fairer Arbeitgeber ist

Günter Sievers Maschinenbau hat insgesamt 725 und damit 86,3 % der möglichen Gesamtpunkte erreicht und ist ein fairer Arbeitgeber.

Davon sind reguläre Punkte: 610

Zusatzpunkte: 60

konditionale Punkte: 55 (Punkte, die von speziellen Branchen oder Arbeitsbereichen abhängen)

Sozialräume sind im gesetzlich vorgegebenen Ausmaß vorhanden

und enthalten neben den gesetzlichen Vorgaben Mikrowelle, Herd und Kühlschrank: 20 Punkte

Für die Körperpflege nach der Arbeit stehen Duschen zur Verfügung: 25 Punkte

Zur Freizeitgestaltung gibt es einen Kickertisch und eine Tischtennisplatte: 10 Punkte

Die gesetzlich vorgegebenen Pausenzeiten werden eingehalten.

Der Arbeitgeber stellt für den Arbeitsschutz benötigte Materialien wie persönliche Schutzausrüstung inklusive Gehörschutz und Schutzbrillen.

Es wird im Betrieb (wenn auch wenig) mit Chemikalien gearbeitet und der Arbeitgeber stellt die für den Gesundheitsschutz nötigen Hilfsmittel.

Es finden regelmäßig arbeitsmedizinische Untersuchungen statt.

Es ist ein betriebliches Eingliederungsmanagement vorhanden.

Der Arbeitgeber schult die vorgegebene Zahl an MitarbeiterInnen zu betrieblichen Ersthelfern.

Darüber hinaus werden weitere MitarbeiterInnen zu betrieblichen Ersthelfern geschult und dieser Bereich noch weiter ausgebaut: 20 Punkte

Der Arbeitgeber gewährt im Krankheitsfall die volle Lohnfortzahlung.

Der Arbeitgeber gewährt freiwillige Gesundheitsleistungen. So wurde das Angebot einer „Rückenschule“ für die MitarbeiterInnen gerade eingeführt, um Rückenbelastungen zu verringern oder zu vermeiden. Den Beschäftigten wird eine Kranken-Zusatzversicherung angeboten: 20 Punkte

Der Arbeitgeber beachtet bei der Ausstattung der Arbeitsplätze Gesundheits- und Ergonomieaspekte. Hier wurde schon sehr viel realisiert, um den Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu verbessern: 20 Punkte

Der Arbeitgeber bezahlt allen MitarbeiterInnen mindestens den Mindestlohn.

Die Günter Sievers GmbH zahlt eine pauschale Spätschichtzulage in Höhe von 20,- € (Kriterium Zuschläge für Nachtarbeit, die jedoch nur einen geringen Teil der Arbeitszeit ausmacht): 10 Punkte

Anmerkung: Es ist nicht das Ziel von FairnessRatings, in die Tarifhoheit der Tarifparteien einzugreifen. Deshalb liegen diesem Abschnitt nur Mindestanforderungen zu Grunde, die von einem fairen Arbeitgeber auf keinen Fall unterschritten werden dürfen. Allerdings kann ein Arbeitgeber Zusatzpunkte erhalten, wenn er über Tarif bezahlt.

Der Arbeitgeber ist ausbildungsberechtigt und beschäftigt mehrere Auszubildende.

Der Arbeitgeber schult aktiv die MitarbeiterInnen und entwickelt ihre Fähigkeiten weiter: 35 Punkte

Der Arbeitgeber fördert externe Weiterbildungen: 10 Punkte

Der Arbeitgeber fördert Sozial- und/ oder Finanzberatungen: 10 Punkte

Es findet durch Arbeitgeber und MitarbeiterInnen eine gemeinschaftliche Karriereplanung statt: 20 Punkte

Die MitarbeiterInnen haben die Möglichkeit, sich durch Weiterqualifikation und Leistung beruflich weiter zu entwickeln: 15 Punkte

Der Arbeitgeber hält Karrierepfade über eine Eltern(teil)zeit hinweg offen: 15 Zusatzpunkte

Der Betriebsrat und die Beschäftigten wirkt an der Unternehmensentwicklung mit, indem sie in die Gestaltung der betrieblichen Abläufe eingebunden werden: 25 Punkte

Die MitarbeiterInnen haben die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz aktiv mitzugestalten, indem sie sich in den Teams selbst organisieren: 20 Punkte

Es werden regelmäßig MitarbeiterInnenbefragungen zur Bewertung von Vorgesetzten und Führung durchgeführt: 15 Punkte

Im Unternehmen sind Betriebsrat und Teamleiter Vertrauensperson, die als Ansprechpartner bei persönlichen oder beruflichen Problemen zur Verfügung stehen: 10 Punkte

Der Arbeitgeber finanziert voll und mindestens zweimal jährlich betriebliche Feiern: 15 Punkte und 10 Zusatzpunkte

In diesem Organisationsbereich erhält Günter Sievers durch Zusatzpunkte mehr als 100% der Punktzahl.

Der Arbeitgeber kommt seiner Fürsorgepflicht nach und die gesetzlichen maximalen Arbeitszeiten werden eingehalten.

Arbeitszeiten stehen in der Regel verbindlich (zu mindestens 90%) 28 Tage vorher fest: 25 Punkte

Überstunden werden in der Regel als Freizeit ausgeglichen und nur in Ausnahmefällen ausgezahlt: 30 Punkte
Die Beschäftigten haben die Wahl zwischen Vergütung und Freizeitausgleich.

Es gibt die Möglichkeit flexibler Arbeitszeitgestaltung: 20 Punkte
Bedingt – wenn machbar, dann sind flexible individuelle Lösungen möglich. Die betrieblichen Erfordernisse lassen dem Arbeitgeber jedoch hier wenig Spielraum.

Die MitarbeiterInnen haben die Möglichkeit, ihre Lebensarbeitszeit flexibel zu gestalten: 10 Punkte
Auch hier bedingt. Nicht abgegoltene Überstunden verfallen nicht und können auch in größeren Blöcken zusammen mit Urlaub genommen werden.

MitarbeiterInnen können die gesetzlich vorgegebenen Freitage zur häuslichen Pflege Angehöriger in Anspruch nehmen.

MitarbeiterInnen können über die gesetzliche Regelung hinaus für die häusliche Pflege frei nehmen: 20 Punkte Der Arbeitgeber sichert den Beschäftigten in sehr schweren Fällen seine Unterstützung zu. Solche Freistellungen werden (gegebenenfalls in begrenztem Umfang) bezahlt: 25 Zusatzpunkte
Schlimmstenfalls ist noch bis zu einer Woche zusätzlicher Freistellung möglich.

ArbeitnehmerInnen in Elternzeit oder häuslicher Pflege bedürftiger Angehöriger werden regelmäßig über Veränderungen im Betrieb informiert und können Weiterbildungsangebote wahrnehmen: 20 Punkte

Der Arbeitgeber garantiert, dass die MitarbeiterInnen in ihrer Freizeit nicht für ihn erreichbar sein müssen: 25 Punkte

In den letzten 5 Jahren gab es keine betriebsbedingten Kündigungen: 45 Punkte

Im Betrieb kommen – auch bei in der Regel projektbezogenen Anstellungen – keine wiederholt befristeten Beschäftigungsverhältnisse vor: 40 Punkte

Mindestens 85% der Beschäftigten (außer Auszubildenden) befinden sich in nicht befristeten Arbeitsverhältnissen: 35 Punkte

Der Betrieb unterhält für die ArbeitnehmerInnen eine betriebliche Altersvorsorge und trägt selbst dazu mit Zuschüssen bei: 35 Punkte

Der Arbeitgeber gewährt Vermögenswirksame Leistungen: 20 Punkte

Mineralwasser steht den MitarbeiterInnen ständig zur Verfügung: 15 Punkte

Der Arbeitgeber stellt weitere Arbeitskleidung und lässt diese für die Beschäftigten reinigen: 15 Punkte und 10 Zusatzpunkte